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Peter Zuppa

Peter Zuppa schafft mittels Computergrafik virtuelle Welten und immersive Umgebungen für Virtual Reality und Augment Reality Brillen, in denen künstlerische Inhalte (Bilder, Animationen, 3D-Objekte) präsentiert und interaktiv erlebt werden können.

B.U.B.B.L.E.S

In sozialen Netzwerken und digitalen Räumen bestimmen Algorithmen, was Menschen sehen, hören und glauben – oft ohne es zu merken. „Bubbles“ macht diese unsichtbaren Filterblasen sichtbar und erlebbar. Die immersive VR-Kunstinstallation ermöglicht es den Besuchern, in drei unterschiedliche Lebenswelten einzutauchen: die „Öko“-Bubble, die „Queer“-Bubble und die „Tech“-Bubble.

Jeder dieser Echoräume spiegelt eine selbstreferentielle Realität wider – mit eigenen Werten, Überzeugungen und Normen. Doch anders als in der realen Welt sind diese Blasen nicht in sich abgeschlossen. Die Besucher können sich frei zwischen ihnen bewegen, verschiedene Perspektiven erleben und so die Vielfalt digitaler Wirklichkeiten erkunden.

eye-feel

Von unserem ersten Lebenstag an wissen wir als Menschen: Objekte bestehen aus Materie, sie haben eine „greifbare“ Existenz. Auf dieses Erfahrungswissen können wir uns jederzeit verlassen. Es bestimmt ganz selbstverständlich unser Fühlen, Denken und Handeln.

Doch was, wenn dieses intuitive und doch felsenfeste Wissen in Frage gestellt wird? Dann werden tiefverwurzelte Verhaltensmuster auf einmal obsolet.

Das Eintauchen in die virtuelle Welt bringt eine radikale Verunsicherung mit sich. Denn in der virtuellen Welt haben Objekte keine stoffliche Existenz, obwohl wir sie als unabweislich real und materiell erleben. Unter der VR-Brille sind es allein die Augen, die „Welt“ konstruieren. Was also macht das mit uns, wenn physische Objekte auf einmal keine Grenze mehr bilden? Was fühlen wir, wenn wir durch Wände und Mauern hindurch oder im wahrsten Sinne des Wortes „mit dem Kopf
durch die Wand“ gehen können? Die Besucher können dies in der virtuellen Installation eye-feel am eigenen Leib oder im eigenen Gefühlsraum erleben.

Artworks Like You

„Artworks Like You“ spielt mit der traditionellen Beziehung zwischen Kunst und Betrachter – und kehrt sie um. Normalerweise wird ein Kunstwerk angeschaut und bewertet, doch hier beobachtet das Kunstwerk die Besucher. Eine integrierte Kamera erfasst ihr Erscheinungsbild, während ein Algorithmus sie nach undurchsichtigen Kriterien mit Sternen „liked“ oder „ranked“ – ganz im Stil sozialer Netzwerke. Wie bei menschlichen Ausstellungsbesuchern bleibt deren Maßstab dabei fragwürdig: Das Kunstwerk urteilt so willkürlich, wie es oft auch die selbst ernannten Kunstgenießer tun.

::text zu Unheimlich Großartig:: Künstliche Intelligenz, Metaverse, Virtualität – ziemlich unheimlich? Oder doch vielmehr großartig? Was machen die digitalen Hypes mit der Kunst? Oder anders gefragt, was macht Kunst mit diesen digitalen Technologien? Diesen Fragen stellt sich das Kunstkollektiv groupV in der Ausstellung Unheimlich.Großartig -2024 in der Frankfurter Galerie DER MIXER vom 23. Februar bis 9. März 2024.

Stadtkirche Darmstadt | 2025

Sci-Fession“ – „Die Wahl – Deklaration der göttlichen Rechte“ – „Digitaler Seelsorger“

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