Unheimlich.Großartig (2023)

Konzept

„SPIELRAUM 2“ erweitert das Thema der Ausstellung „SPIELRAUM“ von 2021 unter dem Titel „Unheimlich.Großartig“.

Aktuell entwickeln sich neuere digitale Technologien besondes rasant. Die Erzählungen darüber sind oft schillernd. Sie schwanken zwischen Heilsversprechen („Tech will save us“) und dystopischen Untergangsphantasien menschlicher Freiheiten. „Staying with the trouble“ (Donna Haraway) ist ein Weg, den GroupV mit „Unheimlich – Großartig“ ausloten möchte. Die Ausstellung soll zu einer breiteren Diskussion beitragen.

Denn in Zeiten weltweiter Krisen wird die drängende Diskussion über gesellschaftliche Auswirkungen virtueller und augmentierter Realität sowie künstlicher Intelligenz oft an den Rand gedrängt.

Dabei ist gerade die Kunstszene so gespalten wie lange nicht mehr: sind z.B. NFTs (Non-Fungible-Tokens) im virtuellen Raum eine neues Instrument zur Selbstermächtigung prekärer Künstler:innen? Oder nur ein Hype; eine unnötige Energieverschwendung und die „künstliche Verknappung von Nichts“? Sind NFTs etwa eine Möglichkeit, Konsumwünsche auf resourccenschonende Weise zu bedienen? Oder eine Erweiterung kapitalistischer Verwertungsmechanismen aufs Virtuelle?

Und welche Auswirkungen wird bildbasierte künstliche Intelligenz auf unser Verständnis von Kreativiät haben? Sind sogar Künstler:innen in Zukunft ersetzbar?

„Unheimlich – Großartig“ illustriert auf künstlerische Weise Faszination und Zweifel über neue, unheimliche; aber auch großartige Möglichkeiten.

Die Ausstellung besteht aus einem virtuellen und analogen Teil. Dadurch werden gezielt auch weniger technikaffine Nutzer:innen angesprochen. Wieder können Besucher:innen unter der VR-Brille Kunstwerke im virtuellen Atelierhaus sehen und erleben.